✅ Alle Feiertage 2026 je Bundesland
📅 4 Urlaubstage → 10 freie Tage zu Ostern
⚖️ Rechtsgrundlagen: BUrlG & ArbZG
🇩🇪 Stand: 2026

Brückentage 2026: Optimal planen je Bundesland

Mit wenigen Urlaubstagen viele freie Tage herausholen: Dieser Ratgeber zeigt Ihnen alle gesetzlichen Feiertage 2026 für Ihr Bundesland, die besten Brückentag-Kombinationen mit konkreten Rechenbeispielen und die rechtlichen Grundlagen – vom Urlaubsanspruch nach § 3 BUrlG bis zur Feiertagsruhe nach § 9 ArbZG.

Kurze Antwort

Die besten Brückentage 2026 sind Ostern (4 Urlaubstage für 10 freie Tage), Pfingsten plus Fronleichnam (8 Urlaubstage für 16 freie Tage in Bundesländern mit Fronleichnam) und Weihnachten (4 Urlaubstage für 10 freie Tage bis ins neue Jahr). Entscheidend ist Ihr Bundesland: Nur dort, wo Fronleichnam, Allerheiligen oder der Buß- und Bettag Feiertag sind, funktionieren die jeweiligen Kombinationen.

Grundlagen

Was ist ein Brückentag – und warum lohnt er sich 2026 besonders?

Definition

Ein Brückentag ist ein einzelner Urlaubstag, der zwischen einem gesetzlichen Feiertag und dem Wochenende liegt und so eine Brücke zu mehreren freien Tagen am Stück bildet. Der Feiertag selbst ist ohnehin arbeitsfrei und verbraucht keinen Urlaub – Sie investieren also nur die Tage dazwischen und erhalten dafür das ganze lange Wochenende plus Feiertag.

Das Jahr 2026 ist für Brückentage ein gutes Jahr – aber kein perfektes. Gleich mehrere Feiertage fallen günstig auf Donnerstage und Freitage: Neujahr auf einen Donnerstag, der 1. Mai auf einen Freitag, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam auf Donnerstage, Weihnachten auf Freitag und Samstag. Gleichzeitig fallen drei Feiertage aufs Wochenende und bringen damit gar nichts: der Tag der Deutschen Einheit auf einen Samstag, der Reformationstag auf einen Samstag und Allerheiligen auf einen Sonntag. Wer 2026 clever plant, konzentriert sich deshalb auf Ostern, Pfingsten, Fronleichnam und Weihnachten – und verschenkt keine Urlaubstage an Wochen, in denen ohnehin nichts zu holen ist.

Ein wichtiger Unterschied zu manch anderen Ländern: In Deutschland gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Ersatzfeiertag, wenn ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag fällt. Fällt der Feiertag aufs Wochenende, ist er schlicht weg. Umso wichtiger ist es, die günstigen Fenster des Jahres konsequent zu nutzen – und die Anträge früh zu stellen, denn Brückentage sind in fast jedem Team die begehrtesten Urlaubstage des Jahres.

Alle gesetzlichen Feiertage 2026 im Überblick

Welche Tage überhaupt Feiertage sind, bestimmen in Deutschland die Bundesländer – die Feiertagsgesetze sind Ländersache. Neun Feiertage gelten bundesweit, alle weiteren nur in einzelnen Bundesländern. Die folgende Tabelle zeigt zuerst die bundesweiten Feiertage 2026 mit Wochentag und Brückentag-Potenzial:

Feiertag 2026DatumWochentagBrückentag-Potenzial
Neujahr1. JanuarDonnerstag⭐⭐⭐ – Fr., 2. Januar frei nehmen
Karfreitag3. AprilFreitag⭐⭐⭐⭐⭐ – Kern der Oster-Kombination
Ostermontag6. AprilMontag⭐⭐⭐⭐⭐ – 4 Urlaubstage → 10 freie Tage
Tag der Arbeit1. MaiFreitag⭐⭐⭐ – Do., 30. April frei nehmen
Christi Himmelfahrt14. MaiDonnerstag⭐⭐⭐⭐ – Fr., 15. Mai frei nehmen
Pfingstmontag25. MaiMontag⭐⭐⭐⭐⭐ – 4 Urlaubstage → 9 freie Tage
Tag der Deutschen Einheit3. OktoberSamstag– kein Brückentag möglich
1. Weihnachtstag25. DezemberFreitag⭐⭐⭐⭐⭐ – 4 Urlaubstage → 10 freie Tage
2. Weihnachtstag26. DezemberSamstagTeil der Weihnachts-Kombination

Daneben gibt es die Feiertage, die nur in einzelnen Bundesländern gelten – und genau hier entscheidet sich, welche Kombinationen für Sie überhaupt funktionieren. Prüfen Sie die Tabelle sorgfältig, bevor Sie Ihren Urlaubsantrag stellen:

Feiertag 2026DatumWochentagGilt in
Heilige Drei Könige6. JanuarDienstagBaden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt
Internationaler Frauentag8. MärzSonntagBerlin, Mecklenburg-Vorpommern
Fronleichnam4. JuniDonnerstagBaden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland (sowie Teile Sachsens und Thüringens)
Mariä Himmelfahrt15. AugustSamstagBayern (überwiegend katholische Gemeinden), Saarland
Weltkindertag20. SeptemberSonntagThüringen
Reformationstag31. OktoberSamstagBrandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
Allerheiligen1. NovemberSonntagBaden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland
Buß- und Bettag18. NovemberMittwochSachsen (einziges Bundesland)
Augsburger Friedensfest8. AugustSamstagnur Stadt Augsburg
Achtung bei Wochenend-Feiertagen 2026: Der Internationale Frauentag (Sonntag, 8. März), Mariä Himmelfahrt (Samstag, 15. August), der Weltkindertag (Sonntag, 20. September), der Reformationstag (Samstag, 31. Oktober) und Allerheiligen (Sonntag, 1. November) fallen 2026 auf Wochenenden. Sie bringen keine zusätzlichen freien Tage – planen Sie Ihren Urlaub um die Donnerstags- und Freitags-Feiertage herum, nicht um diese Termine.

Alle Feiertage Ihres Bundeslandes – inklusive der regionalen Sonderfälle – finden Sie auch im Feiertage-Rechner 2026, der Ihnen die Feiertage je Bundesland übersichtlich aufbereitet.

Welche Brückentage lohnen sich 2026 am meisten?

Die vier besten Fenster des Jahres sind Ostern, Pfingsten, Fronleichnam und Weihnachten. Zu Ostern verwandeln 4 Urlaubstage (7. bis 10. April) 10 freie Tage am Stück, zu Pfingsten ergeben 4 Urlaubstage (26. bis 29. Mai) 9 freie Tage, mit Fronleichnam werden aus 8 Urlaubstagen sogar 16 freie Tage, und zu Weihnachten machen 4 Urlaubstage (28. bis 31. Dezember) 10 freie Tage bis ins neue Jahr. Kleinere Fenster wie Neujahr und der 1. Mai liefern mit je einem Urlaubstag vier freie Tage.

Wie viele freie Tage bekomme ich aus 4 Urlaubstagen zu Ostern?

Zehn freie Tage am Stück – von Freitag, 3. April, bis Sonntag, 12. April. Karfreitag (3. April) und Ostermontag (6. April) sind bundesweite Feiertage. Nehmen Sie die vier Arbeitstage dazwischen – Dienstag bis Freitag, 7. bis 10. April – als Urlaub, dann sind Sie vom Karfreitag-Wochenende an durchgehend frei bis zum Sonntag nach Ostern. Vier eingesetzte Urlaubstage ergeben zehn Kalendertage Freizeit: Das ist ein Hebel von 2,5 und eine der effizientesten Kombinationen des ganzen Jahres.

Rechenbeispiel – Familie in Köln (50667): Sie haben 30 Urlaubstage im Jahr (TVöD-Standard) und nehmen zu Ostern 4 Tage (7. bis 10. April). Ergebnis: 10 freie Tage vom 3. bis 12. April – genug für eine ganze Ferienwoche, ohne dass Sie dafür eine volle Urlaubswoche opfern müssen. Rechnen Sie Ihren Resturlaub nach dieser Planung mit dem Urlaubstage-Rechner nach: 30 minus 4 ergibt 26 verbleibende Tage.

Wie funktioniert die Pfingsten-Fronleichnam-Kombination?

Acht Urlaubstage ergeben 16 freie Tage am Stück – von Samstag, 23. Mai, bis Sonntag, 7. Juni. Pfingstmontag (25. Mai) und Fronleichnam (Donnerstag, 4. Juni) rahmen zwei Arbeitswochen ein. Nehmen Sie Dienstag bis Freitag nach Pfingsten (26. bis 29. Mai), die drei Tage der Fronleichnams-Woche (1. bis 3. Juni) und den Brückentag nach Fronleichnam (Freitag, 5. Juni) frei, sind Sie 16 Tage am Stück frei. Voraussetzung: Fronleichnam muss in Ihrem Bundesland Feiertag sein – etwa in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland.

Ohne Fronleichnam bleibt Pfingsten allein trotzdem attraktiv: Mit den 4 Urlaubstagen vom 26. bis 29. Mai erhalten Sie 9 freie Tage – von Samstag, 23. Mai, bis Sonntag, 31. Mai. Das funktioniert in jedem Bundesland, auch in Berlin (10115), Hamburg (20095) oder Sachsen, wo Fronleichnam kein Feiertag ist.

Die besten Brückentage je Bundesland

Weil die Feiertage je Bundesland unterschiedlich sind, gibt es keine bundesweit einheitliche Top-Liste. Die folgenden Empfehlungen zeigen für jede Region die jeweils stärkste Kombination – suchen Sie Ihr Bundesland heraus und planen Sie danach:

🌿

Bayern, Baden-Württemberg, NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Beste Kombination: Pfingsten + Fronleichnam. 8 Urlaubstage (26.–29. Mai, 1.–3. Juni, 5. Juni) ergeben 16 freie Tage (23. Mai bis 7. Juni). Zusätzlich: Christi Himmelfahrt (Do., 14. Mai) mit Brückentag Fr., 15. Mai = 4 freie Tage.

🏙️

Berlin, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein

Beste Kombination: Ostern + Pfingsten. Ohne Fronleichnam sind Ostern (4 Tage → 10 freie Tage) und Pfingsten (4 Tage → 9 freie Tage) die stärksten Fenster. Reformationstag (Sa.) und Allerheiligen bringen 2026 keinen zusätzlichen Brückentag.

⛪

Sachsen – das einzige Bundesland mit Buß- und Bettag

Exklusiv: Buß- und Bettag am Mittwoch, 18. November. Mit 4 Urlaubstagen (Mo., 16., Di., 17., Do., 19., Fr., 20. November) erhalten Sie 9 freie Tage – von Samstag, 14., bis Sonntag, 22. November. Ideal für eine ruhige Herbstwoche.

👑

Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt

Heilige Drei Könige am Dienstag, 6. Januar. Mit einem Urlaubstag am Montag, 5. Januar, erhalten Sie 4 freie Tage (Samstag, 3., bis Dienstag, 6. Januar) – ein sanfter Start ins Jahr, der nur einen einzigen Urlaubstag kostet.

🌊

Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen

Ostern, Pfingsten und Weihnachten tragen das Jahr. Reformationstag (Sa., 31. Oktober) und Weltkindertag (So., 20. September) fallen 2026 aufs Wochenende. Setzen Sie auf die bundesweiten Fenster – und in Thüringen zusätzlich auf den Weltkindertag nur als Feiertag, nicht als Brückentag.

🎄

Alle Bundesländer: Weihnachten & Jahreswechsel

4 Urlaubstage (28. bis 31. Dezember) ergeben 10 freie Tage – von Freitag, 25. Dezember, bis Sonntag, 3. Januar 2027. Ist Heiligabend (Do., 24. Dezember) bei Ihrem Arbeitgeber arbeitsfrei, sind es sogar 11 Tage. Heiligabend und Silvester sind keine gesetzlichen Feiertage, werden aber in vielen Betrieben freigegeben.

Weihnachten 2026: Aus 4 Urlaubstagen 10 freie Tage machen

Weihnachten ist das zweite große Fenster des Jahres – und das beliebteste. Der 1. Weihnachtstag fällt auf Freitag, 25. Dezember, der 2. Weihnachtstag auf Samstag, 26. Dezember. Nehmen Sie Montag bis Donnerstag, 28. bis 31. Dezember, als Urlaub, dann sind Sie von Freitag, 25. Dezember, bis Sonntag, 3. Januar 2027, durchgehend frei: 10 freie Tage für 4 eingesetzte Urlaubstage. Neujahr 2027 fällt auf einen Freitag und verlängert die freie Zeit sogar bis zum Sonntag, 3. Januar, ohne dass Sie dafür einen weiteren Urlaubstag brauchen.

Weil Weihnachten in fast jedem Team der am stärksten nachgefragte Urlaubszeitraum ist, gilt hier besonders: Stellen Sie den Antrag so früh wie möglich. Nach § 7 Abs. 1 BUrlG muss der Arbeitgeber Ihre Urlaubswünsche berücksichtigen – bei mehreren konkurrierenden Wünschen können soziale Gesichtspunkte entscheiden, etwa schulpflichtige Kinder oder eine lange Betriebszugehörigkeit. Wer zuerst beantragt, hat in der Praxis meist die besseren Karten.

Kleinere Fenster 2026, die sich trotzdem lohnen

Nicht jede Kombination muss eine ganze Ferienwoche ergeben. Zwei kleine Fenster liefern mit je einem einzigen Urlaubstag vier freie Tage: Neujahr – Donnerstag, 1. Januar, plus Urlaub am Freitag, 2. Januar, ergibt 4 freie Tage bis Sonntag, 4. Januar. Und der 1. Mai – Freitag, 1. Mai, plus Urlaub am Donnerstag, 30. April, ergibt ebenfalls 4 freie Tage von Donnerstag bis Sonntag. Auch Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 14. Mai) funktioniert so: Ein Urlaubstag am Freitag, 15. Mai, macht aus dem Feiertag ein 4-tägiges Wochenende.

Besonders clever: Kombinieren Sie den 1. Mai mit Christi Himmelfahrt. Nehmen Sie Donnerstag, 30. April, sowie Montag bis Mittwoch, 11. bis 13. Mai, und Freitag, 15. Mai, frei – also 5 Urlaubstage –, erhalten Sie zwei lange Wochenenden (30. April bis 3. Mai und 14. bis 17. Mai) plus die dazwischenliegende Woche mit nur zwei Arbeitstagen. Das ist kein durchgehender Urlaub, aber ein spürbar entspannter Mai.

Darf mein Arbeitgeber meinen Brückentags-Urlaub ablehnen?

Nur ausnahmsweise – und nur mit guter Begründung. Nach § 7 Abs. 1 BUrlG sind Ihre Urlaubswünsche zu berücksichtigen; der Arbeitgeber darf sie nur ablehnen, wenn dringende betriebliche Belange entgegenstehen oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer aus sozialen Gesichtspunkten Vorrang haben. Eine pauschale Ablehnung aller Brückentage – etwa per Betriebsvereinbarung, die Brückentage grundsätzlich verbietet – genügt diesen Anforderungen in der Regel nicht. Auch eine willkürliche Ablehnung ohne konkrete betriebliche Begründung ist angreifbar.

Praktisch bedeutet das: Reichen Sie Ihren Antrag frühzeitig und schriftlich ein – am besten per E-Mail, damit Sie einen Nachweis haben. Kommt es zu einer Ablehnung, lassen Sie sich die Gründe schriftlich geben und sprechen Sie mit dem Betriebsrat: Er hat bei der Aufstellung allgemeiner Urlaubsgrundsätze und des Urlaubsplans ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Abs. 1 Nr. 5 BetrVG. Und denken Sie daran: Nach § 7 Abs. 2 BUrlG ist der Urlaub grundsätzlich zusammenhängend zu gewähren – eine Zerstückelung in lauter Einzeltage gegen Ihren Willen ist unzulässig.

Muss ich an Feiertagen arbeiten?

Grundsätzlich nein. Nach § 9 ArbZG dürfen Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen von 0 bis 24 Uhr nicht beschäftigt werden – das ist die sogenannte Sonn- und Feiertagsruhe. Ausnahmen nach § 10 ArbZG gelten unter anderem für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Gastronomie und Hotellerie, Verkehr, Not- und Rettungsdienste sowie bestimmte Produktionsbetriebe mit kontinuierlichem Betrieb. Arbeiten Sie in einer solchen Branche, gilt für Sie trotzdem ein Ausgleich: In der Regel erhalten Sie einen Ersatzruhetag oder einen tariflichen Feiertagszuschlag – die Details regeln Ihr Arbeits- oder Tarifvertrag, etwa TVöD oder IG-Metall-Tarifverträge.

Unabhängig davon gilt: Fällt ein Feiertag auf einen Ihrer Arbeitstage, erhalten Sie Ihr Arbeitsentgelt weiter – das regelt § 2 EFZG (Entgeltfortzahlungsgesetz). Sie verlieren also keinen Lohn, wenn ein Feiertag auf einen Werktag fällt, und der Feiertag verbraucht auch keinen Urlaubstag. Das ist genau der Mechanismus, der Brückentage so attraktiv macht: Feiertage sind bezahlte freie Tage, die Sie mit wenigen Urlaubstagen zu langen freien Phasen verlängern.

Brückentage planen in 5 Schritten

So gehen Sie systematisch vor – vom Feiertags-Check bis zum genehmigten Antrag:

  1. Feiertage Ihres Bundeslandes prüfen: Nutzen Sie den Feiertage-Rechner 2026 oder die Tabellen oben – besonders Fronleichnam, Allerheiligen und Buß- und Bettag unterscheiden sich je nach Bundesland.
  2. Kombinationen mit dem besten Hebel wählen: Ostern (4 → 10), Pfingsten (4 → 9), Pfingsten + Fronleichnam (8 → 16), Weihnachten (4 → 10). Rechnen Sie jede Kombination einmal sauber durch.
  3. Urlaubsanspruch prüfen: Gesetzlicher Mindesturlaub sind 24 Werktage (§ 3 BUrlG); tariflich sind oft 30 Arbeitstage üblich. Mit dem Urlaubstage-Rechner sehen Sie, wie viele Tage Ihnen nach Abzug bereits genommener Tage noch bleiben.
  4. Antrag frühzeitig und schriftlich stellen: Beliebte Brückentage sind schnell vergeben – reichen Sie den Antrag per E-Mail ein, damit Sie einen Nachweis haben (§ 7 Abs. 1 BUrlG).
  5. Ruhezeiten im Blick behalten: Nach einem langen freien Block gilt wieder das Arbeitszeitgesetz: höchstens 8 Stunden pro Werktag (§ 3 ArbZG), Pausen nach § 4 ArbZG und 11 Stunden Ruhezeit nach § 5 ArbZG. Details dazu finden Sie im Arbeitszeitgesetz-Ratgeber.
Kein Ersatz für Rechtsberatung: Dieser Ratgeber erklärt die gesetzlichen Grundlagen der Feiertags- und Urlaubsplanung nach bestem Wissen und mit exakten Paragrafenverweisen (BUrlG, ArbZG, EFZG, BetrVG). Er ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Bei konkreten Streitfällen – etwa einer abgelehnten Urlaubsplanung oder Feiertagsarbeit ohne Ausgleich – wenden Sie sich an Ihren Betriebsrat, Ihre Gewerkschaft oder einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.
Alle Feiertage 2026 für Ihr Bundesland auf einen Blick
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FAQ

Häufige Fragen zu Brückentagen 2026

Zählen Brückentage als Urlaubstage?
Ja. Ein Brückentag ist ein ganz normaler Urlaubstag, den Sie aus Ihrem Jahresurlaub nach § 3 BUrlG nehmen – nur eben strategisch platziert zwischen einem Feiertag und dem Wochenende. Der Feiertag selbst zählt nicht als Urlaubstag, weil er ohnehin arbeitsfrei ist. Deshalb verwandeln wenige eingesetzte Urlaubstage viele freie Tage am Stück.
Kann mein Arbeitgeber Urlaub an Brückentagen ablehnen?
Nur ausnahmsweise. Nach § 7 Abs. 1 BUrlG sind Ihre Urlaubswünsche zu berücksichtigen; eine Ablehnung ist nur bei dringenden betrieblichen Belangen oder vorrangigen Urlaubswünschen anderer Beschäftigter aus sozialen Gründen zulässig. Eine pauschale Ablehnung aller Brückentage genügt diesen Anforderungen in der Regel nicht. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Personalabteilung und reichen Sie den Antrag schriftlich ein.
Bekomme ich einen Ersatz für Feiertage am Wochenende?
Nein. In Deutschland gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Ersatzfeiertag, wenn ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag fällt. Das betrifft 2026 etwa den Tag der Deutschen Einheit (Samstag, 3. Oktober), den Reformationstag (Samstag, 31. Oktober) und Allerheiligen (Sonntag, 1. November). Nur Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen können ausnahmsweise eine Ausgleichsregelung vorsehen.
Muss ich an einem Feiertag arbeiten, wenn mein Betrieb geöffnet hat?
Grundsätzlich nicht. Nach § 9 ArbZG dürfen Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen von 0 bis 24 Uhr nicht beschäftigt werden. Ausnahmen nach § 10 ArbZG gelten unter anderem für Krankenhäuser, Gastronomie, Verkehr und Notdienste. In diesen Branchen erhalten Sie für Feiertagsarbeit in der Regel einen Ausgleich – etwa einen Ersatzruhetag oder einen tariflichen Feiertagszuschlag. Prüfen Sie Ihren Arbeits- oder Tarifvertrag.
Wie viele Urlaubstage brauche ich für zwei Wochen frei zu Ostern 2026?
Vier Urlaubstage genügen. Karfreitag (3. April) und Ostermontag (6. April) sind bundesweit Feiertage. Nehmen Sie zusätzlich Dienstag bis Freitag, 7. bis 10. April, frei, erhalten Sie zehn freie Tage am Stück – von Freitag, 3. April, bis Sonntag, 12. April. Das ist eine der effizientesten Kombinationen des Jahres, weil nur vier Urlaubstage zehn Kalendertage Freizeit ergeben.
Gelten Brückentage auch für Teilzeitkräfte und Minijobber?
Ja, anteilig. Ihr Urlaubsanspruch richtet sich nach § 3 BUrlG und wird bei Teilzeit im Verhältnis Ihrer Arbeitstage gekürzt. Fällt ein Feiertag auf einen Ihrer Arbeitstage, ist er ohnehin arbeitsfrei und verbraucht keinen Urlaub. Brückentage lohnen sich für Sie genauso: planen Sie sie an Ihren Arbeitstagen ein. Rechnen Sie Ihren Anspruch mit dem Urlaubstage-Rechner nach, bevor Sie den Antrag stellen.
Was ist der beste Brückentag-Trick für 2026?
Die Kombination aus Pfingsten und Fronleichnam. In Bundesländern mit Fronleichnam – etwa Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen – ergeben acht Urlaubstage vom 26. bis 29. Mai sowie vom 1. bis 3. und am 5. Juni insgesamt 16 freie Tage am Stück, vom 23. Mai bis 7. Juni. Ohne Fronleichnam bleibt Pfingsten allein attraktiv: vier Urlaubstage ergeben neun freie Tage.
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Redaktion arbeitszeitrechner365.de
Fachlich geprüft · Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026
Alle Feiertagsdaten und rechtlichen Erläuterungen basieren auf den Feiertagsgesetzen der Bundesländer sowie auf dem deutschen § 3 BUrlG (Urlaubsanspruch), § 7 BUrlG (Urlaubsgewährung), § 9 ArbZG (Sonn- und Feiertagsruhe), § 10 ArbZG (Ausnahmen) und § 2 EFZG (Entgeltfortzahlung an Feiertagen). Alle Wochentage der Feiertage 2026 wurden anhand des amtlichen Kalenders geprüft.
Zusammenfassung: Brückentage 2026 auf einen Blick Ostern: 4 Urlaubstage → 10 freie Tage (3. bis 12. April). Pfingsten: 4 Urlaubstage → 9 freie Tage (23. bis 31. Mai). Pfingsten + Fronleichnam: 8 Urlaubstage → 16 freie Tage (23. Mai bis 7. Juni, nur in Fronleichnam-Bundesländern). Weihnachten: 4 Urlaubstage → 10 freie Tage (25. Dezember bis 3. Januar 2027). Feiertage am Wochenende bringen keinen Ersatz – planen Sie um Donnerstags- und Freitags-Feiertage herum. Jetzt Ihre Feiertage 2026 prüfen →

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